40. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl

Heute vor 40 Jahren explodierte im Kernkraftwerk Tschernobyl der Reaktor vom Block 4. Nur unter sehr großen Anstrengungen konnte schließlich der Graphit-Brand gelöscht werden und das Durchschmelzen des glühend heißen zustörten Reaktorkerns bis zum Grundwasser vermieden werden.

In der Folge der Katastrophe wurden große Teile Europas mit radioaktiven Material belastet, auch Deutschland. Das war bisher das einzige Mal, dass wir in Deutschland im großen Maßstab mit den negativen Folgen der Nutzung der Kernenergie umgehen mussten.

Letztlich war diese Katastrophe der Anfang vom Ende der Kernenergie. Auch wenn in der letzten Zeit immer von einer Renaissance der Kernenergie geredet wird, sprechen die Zahlen eine anders Sprache. Der Anteil der Kernenergie nimmt immer weiter ab. Das hat mehrere Gründe:

  • Zu teuer:
    Im Vergleich zu erneuerbaren Energien ist Kernkraft viel zu teuer. Nur durch massive staatliche Subventionen können Kernkraftwerke gebaut werden.
  • Gefahren:
    Unfälle wie der in Tschernobyl sind sehr selten. Doch wenn sie passieren sind die Auswirkungen immens.
  • Ungeklärtes Müllproblem:
    Bis jetzt ist weltweit noch kein Endlager für die hochradioaktiven Abfälle in Betrieb und das 70 Jahre nach Beginn der Nutzung der Kernenergie.
  • Kernkraft passt schlecht mit den erneuerbaren Energien zusammen:
    Kernkraftwerke können nicht schnell ihre Leistung anpassen. Doch genau diese Eigenschaft ist für den Ausgleich der Schwankungen erneuerbarer Energien notwendig.

Wenn euch die Hintergründe interessieren, warum der Reaktor in Tschernobyl explodiert ist, dann findet ihr in diesem Artikel eine ausführliche Erklärung.

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